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Die Liquiditäts-Krise: Insolvenz oder außergerichtliche Sanierung

 

Im Gegensatz zur Ertrags-Krise bedroht eine Liquiditäts-Krise die Existenz unmittelbar, weil sie immer Insolvenzgefahr auslöst. Eine Lösung muss deshalb auch die insolvenzrechtlichen Vorgaben berücksichtigen.  

1. Die Entlastung

Neben der operativen Restrukturierung ist dazu eine Entlastung von Verbindlichkeiten und Kosten erforderlich, die aber nur auf 2 Wegen möglich ist: durch eine Insolvenz oder durch einen außergerichtlichen Abfindungs-Vergleich mit allen Gläubigern. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung können beide Wege erfolgreich zur Sanierung genutzt werden, auch von kleineren Unternehmen. Gerne zeigen wir, wie das möglich ist.

 

2. Der Abfindungs-Vergleich

Allein aus rechtlichen Gründen müssen alle Gläubiger mitwirken, was über qualifizierte Verhandlungen erreicht wird.

Die Voraussetzung: Wenn ein Forderungs-Verlust schon unvermeidlich ist, dann wird jeder Gläubiger einem kleinen Verlust dann zustimmen, wenn er damit einen großen vermeidet. Kann man also den Gläubigern nachweisen, dass ihr Forderungs-Verlust in der Insolvenz erheblich größer ist, dann werden sie einem außergerichtlichen Vergleich zustimmen.

Unsere Funktion: Da der Schuldner diese Nachweise nicht selbst erbringen kann, führen wir die Verhandlungen, werden dabei als verantwortlicher Vermittler tätig und übernehmen gegenüber den Gläubigern eine entsprechende Verpflichtung. Wir analysieren und dokumentieren die Situation des Schuldners und initiieren auch einen Gläubiger-Ausschuss.

Der Erfolg: Wir testieren nicht nur die Sanierungs-Fähigkeit des Schuldners, sondern ermitteln auch die voraussichtliche Insolvenz-Quote für gesicherte und ungesicherte Gläubiger und beweisen damit den Vorteil eines Vergleiches. Das zusätzliche Votum des Gläubiger-Ausschusses wird letzte Zweifel der Gläubiger beseitigen. 

 

3. Die Insolvenz

Seit der sog. ESUG-Reform in 2012 kann ein Unternehmen auch über die gerichtliche Insolvenz saniert und fortgeführt werden – auch durch den bisherigen Inhaber.

Die Abwägung: Durch die Insolvenz wird das Unternehmen umfassend von Verbindlichkeiten und Kosten entlastet und zusätzlich werden die Gehälter über das Insolvenzgeld finanziert. Dem stehen aber hohe Verfahrens-Kosten, die Abhängigkeit von Gerichten und Verwaltern, ein langwieriges Verfahren und erhebliche Umsatz-Einbußen als Nachteile gegenüber. Deshalb ist ein außergerichtlicher Vergleich regelmäßig die bessere Lösung – vor allem für die Gläubiger – und die Insolvenz ist Plan B bei seinem Scheitern.

Die Insolvenz-Sanierung: Da wir bereits das Konzept für die außergerichtliche Sanierung nach den Vorgaben für einen Insolvenzplan erstellen und auch einen Gläubiger-Ausschuss initiieren, können wir bei Scheitern der Verhandlungen die Insolvenz sofort einleiten und kurzfristig zu einem Erfolg führen – entweder über das Plan-Verfahren oder über einen Verkauf des Unternehmens – auch an den früheren Inhaber.

Die Kombination: Deshalb schafft unser außergerichtliches Sanierungs-Verfahren die besten Voraussetzungen für eine Plan-Insolvenz, zumal wir die Reaktionen der Gläubiger kennen und damit Verwaltung und Gerichte von der Sanierungs-Fähigkeit und –Würdigkeit des Schuldners überzeugen können. In der Praxis ist die Insolvenz-Sanierung für kleinere Unternehmen nur durch eine detaillierte Vorbereitung möglich.

 

4.  Die Finanzierung 

Der Erfolg der außergerichtlichen wie auch der gerichtlichen Sanierung wird entscheidend von einer Finanzierung abhängen. 

Neues Kapital: Ein von den Alt-Lasten weitgehend befreites Unternehmen ist wieder finanzierungsfähig, weil es ausreichende Erträge erwirtschaftet, die Investoren werthaltig absichern kann und das Investment erst nach dem erfolgreichen Abschluss der Sanierung erfolgt. 

Die Vermittlung: Aufgrund unserer langjährigen Tätigkeit als Sanierer verfügen wir über ein Netzwerk von Unternehmern und Investoren, die an Sanierungsfällen interessiert sind. Deshalb können wir unternehmerische oder strategische Beteiligungen ebenso vermitteln wie Komplett-Übernahmen. 

 

Fazit: Es ist ungleich effektiver, die aufgelaufenen Alt-Schulden über einen Vergleich aus den zukünftigen Umsätzen ganz oder zumindest teilweise zu tilgen, als das Betriebs-Vermögen durch die Insolvenz zu verwerten.

 

 

 

 

 

 

 

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Der Schutzschirm

Kann ein Unternehmen seine Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nicht mehr bezahlen, braucht es Zeit und eine vorübergehende Entlastung von seinen Zahlungs-Verpflichtungen. Ein solcher Schutzschirm ist seit einigen Jahren bereits im Insolvenzrecht geregelt, erfordert aber die Einleitung eines Insolvenz-Verfahrens, was u.a. zu erheblichen Umsatz-Einbußen führt.

  • Wir ermöglichen einen solchen Schutzschirm auch ohne die Einleitung einer Insolvenz und erwirken dazu die Zustimmung der Gläubiger. Damit wird die Geschäfts-Tätigkeit sofort von den aufgelaufenen Verbindlichkeiten entlastet, womit der Unternehmer sein operatives Geschäft wieder aus eigener Kraft finanzieren und die endgültige Sanierung vorbereiten kann.
  • Um die Gläubiger zur Zustimmung zu veranlassen, verpflichten wir uns ihnen gegenüber, die Vorgaben des Insolvenzrechts für einen Schutzschirm zu beachten, ihre Rechte zu berücksichtigen und das haftende Vermögen des Schuldners zu erhalten und installieren dazu einen Gläubiger-Ausschuss. Damit gewährleisten wir, dass ihnen keine Nachteile aus dem Schutzschirm entstehen, weshalb sie zustimmen und den Schuldner unterstützen.
  • Nach Ablauf der Schutzschirm-Phase erstellen wir das endgültige Sanierungs-Konzept mit langfristigen Stundungen und weitreichenden Forderungs-Verzichten. Mit Unterstützung des Ausschusses erreichen wir auch dazu die Zustimmung aller Gläubiger, womit die Krise endgültig überwunden ist.
  • Sollten die Gläubiger nicht zustimmen, ermöglichen wir die Sanierung auch über die gerichtliche Insolvenz, weil die Schutzschirm-Phase dazu die beste Vorbereitung ist.
  • Außerdem unterstützen wir den Unternehmer auch durch die Vermittlung von kurz- oder langfristigem Sanierungs-Kapital.

Für ein erfolgreiches Schutzschirm-Verfahren erbringen wir alle erforderlichen Leistungen: verantwortliche Vermittlung und Controlling nach insolvenzrechtlichen Vorgaben, Einsetzung eines Gläubiger-Ausschusses, Wahrung der Gläubigerrechte, Vermittlung einer Finanzierung, Verhandlung mit den Gläubigern oder einer Insolvenz-Verwaltung.

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Vermeidung einer Insolvenz

Die Praxis der Insolvenz hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert, was einem betroffenen Unternehmer in der Krise entscheidende Vorteile bringen kann. Auch die Gläubiger haben akzeptiert, dass ihre Forderungen in einem Insolvenz-Verfahren kaum durchsetzbar sind. Das gibt einem Schuldner auch in der größten Krise die Chance zur Vermeidung einer Insolvenz, die er so früh wie möglich nutzen sollte.

  • Kann ein Schuldner fällige Verbindlichkeiten nicht mehr bezahlen, befindet er sich in der Liquiditäts-Krise und es besteht immer Insolvenzgefahr, er kann also jederzeit einen Insolvenz-Antrag stellen, möglicherweise ist er dazu sogar verpflichtet.
  • Ohne eine qualifizierte Vorbereitung werden mehr als 90% aller Insolvenz-Unternehmen zerschlagen (Statistik) und die Gläubiger erhalten Quoten von weniger als 5% (ebenfalls Statistik). Dieses Ergebnis kann der Schuldner als bestes Argument für einen außergerichtlichen Abfindungs-Vergleich mit den Gläubigern nutzen.
  • Dazu muss lediglich das voraussichtliche Ergebnis eines Insolvenz-Verfahrens analysiert werden, was einem Experten nicht schwer fällt und das voraussichtliche Ergebnis für die einzelnen Gläubiger ermittelt werden. Dabei kann es erhebliche Unterschiede geben, weil unterschiedliche Sicherheiten bestehen, wie z.B. der Eigentums-Vorbehalt von Lieferanten oder das Sicherungs-Eigentum von Banken.
  • Kennt man die Quoten der einzelnen Gläubiger, stellt sich für die Sanierung eine einfache Frage: Kann jeder Gläubiger durch eine außergerichtliche Sanierung gegenüber dem voraussichtlichen Insolvenz-Ergebnis besser gestellt werden. Oder anders gefragt: Kann der Schuldner nach der Entlastung von allen fälligen Verbindlichkeiten aus seinen zukünftigen Umsätzen eine im Vergleich zur Insolvenz-Quote höhere Tilgung zahlen. Bei durchschnittlichen Quoten von 5% sollte das den meisten Schuldnern möglich sein.
  • Gelingt es, den Gläubigern diese Fakten glaubhaft nachzuweisen, werden sie einer außergerichtlichen Abfindung zustimmen, auch wenn diese mit erheblichen Verlusten verbunden ist. Schließlich ist eine Vergleichs-Quote von 50% 10mal besser als eine Insolvenz-Quote von 5%.

Allerdings kann der Schuldner selbst den Gläubigern gegenüber die notwendigen Beweise nicht erbringen, da dazu ein unabhängiger Gutachter erforderlich ist. Deshalb übernehmen wir bei Liquiditäts-Krisen eine verantwortliche Vermittlungs-Funktion nach den Vorgaben des Insolvenzrechts und setzen damit langfristige Stundungen oder weitreichende Forderungs-Verzichte durch.

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Sanierungs-Kapital

Unternehmer, die in eine Liquiditäts-Krise geraten sind, wünschen sich in erster Linie Sanierungs-Kapital, um das Problem zu überwinden. Dieser Wunsch wird in seiner einfachen Form als Sanierungs-Kredit niemals erfüllt.

  • Sanierungs-Kredite:  Sanierungs- oder Konsolidierungs-Kredite gibt es allein deswegen nicht, weil die Hausbank sie in einer Krise niemals gewähren wird und auch nicht gewähren darf.
  • Entlastung: Wenn es kein neues Kapital gibt, bleibt zur Überwindung des Zahlungsengpasses nur die Reduzierung der Ausgaben in Form von Kostenreduzierungen und Tilgungsstreckungen. Gläubiger-Vereinbarungen mit langen Zahlungszielen oder auch weitgehenden Forderungs-Verzichten sind für den Untenehmer wie für die Gläubiger die beste Lösung zur Überwindung des Problems, weil sie die einzige Chance darstellen, eine Insolvenz zu vermeiden. Allerdings bedarf es besonderer Überzeugungskraft, um sie zu vermitteln.
  • Tilungs-Aussetzung: Der Schlüssel zum Erfolg einer Sanierung ist immer eine vorübergehende vollständige Aussetzung jeglicher Tilgungs-Zahlung. Nur dann kann sich das operative Geschäft erholen und das Unternehmen langfristig die Alt-Lasten ganz oder teilweise zurückzahlen. Zugleich ist die Tilgungs-Aussetzung auch die wichtigste Voraussetzung zur Beschaffung neuen Kapitals in der Krisensituation.
  • Fresh money: Zwar gibt es keine klassischen Sanierungs-Kredite, aber bei qualifizierter Steuerung einer Sanierung können über Lieferanten-Kredite, über Factoring oder auch über Privatkredite die zukünftigen Umsätze abgesichert werden. Dazu ist natürlich eine 100%-ige Absicherung des Investors erforderlich.
  • Sicherheiten: Bei den von uns betreuten Sanierungen ermöglichen wir diese Sicherheiten, indem wir das Anlage- und Umlaufvermögen dafür nutzen. Ein weiterer wichtiger Vermögenswert zur Sicherung von Geldgebern sind - wie bei jeder Bankfinanzierung - die zukünftigen Forderungen des Unternehmens. Das gesamte Sicherungsgut koppeln wir durch ein bewährtes Treuhand-Konzept von den Alt-Lasten ab und nutzen es zur Absicherung der Geldgeber.
  • Krisen-Steuerung:  Möglich wird die Abkopplung sowie die Finanzierung nur, weil wir als verantwortlicher Sanierungs-Manager und -Treuhänder den gesamten Sanierungs-Prozess begleiten, die Alt-Gläubiger von der Notwendigkeit einer vorübergehenden Stundung überzeugen, aus dem vorhandenen Vermögen ein Sicherheitspaket schnüren, damit die Investoren absichern und somit letztlich das neue Geschäft von den Alt-Lasten vollständig abkoppeln.

Nur durch unsere Verbindung von Alt-Lasten-Sanierung mit der Beschaffung neuer Finanzmittel kann die Liquiditätskrise eines kleinen treuhänderischen Unternehmens überwunden werden.

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Der rechtsverbindliche aussergerichtliche Vergleich

Gerät ein Unternehmen in eine massive Liquiditätskrise, die immer mit Insolvenzgefahr verbunden ist, werden die Möglichkeiten eines Sanierungs-Vergleiches zur Vermeidung der Insolvenz nur selten konsequent genutzt. Dabei sind die Chancen für einen Sanierungs-Erfolg sehr gut.

  1. Die Sanierung:  Ein Unternehmen kann immer dann aus einer Insolvenz-Krise herausgeführt werden, wenn es aus seinen zukünftigen Erlösen im Vergleich zur Insolvenz-Quote deutlich höhere Tilgungszahlungen an die Gläubiger leisten kann. Bei einer durchschnittlichen Insolvenz-Quote von 5% sollte dies möglich sein.
  2. Der Abfindungs-Vergleich:  Bei einer massiven Insolvenz-Gefahr kann eine Insolvenz nur mit Zustimmung der Gläubiger durch Stundungen oder Forderungs-Verzichte vermieden werden. Der dazu erforderliche aussergerichtliche Vergleich muss rechtlichen Anforderungen genügen und von einer glaubwürdigen Stelle testiert werden.
  3. Die verbindliche Vermittlung:  Deshalb übernehmen wir die Funktion eines unabhängigen Vermittlers und begründen diese Verpflichtung durch Selbstbindungs-Erklärungen gegenüber sämtlichen Gläubigern. Damit wird aus der Sanierung eine rechtsverbindliche Sanierung, bei der die Rechte der Gläubiger berücksichtigt werden.
  4. Die Überzeugung:  Wir erhalten umfassenden Einblick in die Situation des Unternehmens und können aufgrund dieser Daten gegenüber den Gläubigern die notwendigen Beweise erbringen, um den Gläubigern die Notwendigkeit einer Sanierung sowie ihre Besserstellung gegenüber einer Insolvenz überzeugend zu belegen.
  5. Das Moratorium:  Da für die Erstellung der Konzepte und Testate sowie für die notwendigen Vergleichsverhandlungen ein Zeitraum von 2 - 3 Monaten erforderlich ist, vereinbaren wir als ersten Schritt eine Moratoriums-Phase, die das Unternehmen sofort vom Inkasso-Druck der Gläubiger entlastet und eine mögliche Insolvenz-Antragspflicht rechtswirksam aufhebt.
  6. Sanierungs-Alternativen:  Ist ein aussergerichtlicher Vergleich nicht möglich, entwickeln wir alternative Lösungen, wie die Fortführung über eine Auffang-Gesellschaft oder auch den NeuStart über eine Insolvenz.

Fazit: Der rechtsverbindliche aussergerichtliche Vergleich ist eine reale Chance, um ein Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren und alle Beteiligten besserzustellen. Durch ein unabhängiges Controlling kann innerhalb von kurzer Zeit mit Zustimmung der Gläubiger die Insolvenz-Gefahr beseitigt werden. Kommt eine Sanierungs-Lösung nicht zustande, verursacht dies für keinen der Betroffenen Nachteile und eine Insolvenz ist dann definitiv unvermeidlich geworden.

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Die Auffang-Gesellschaft als Krisen-Instrument

1.  Was ist eine Auffang-Gesellschaft?

  • Die Auffang- oder auch Fortführungs-Gesellschaft ist eine neue GmbH, die die bisherige Geschäftstätigkeit fortsetzt. Beide Begriffe meinen das Gleiche.
  • Charakteristisch für ein solches Unternehmen ist die Fortsetzung des Geschäftes, am besten unter dem bisherigen Firmennamen, und sicherlich mit den alten Mitarbeitern. Es bestehen im allgemeinen auch keine Einwände dagegen, dass der bisherige Geschäftsführer tätig werden kann.
  • Typischerweise werden Auffang-Gesellschaften so konzipiert, dass der Markt und die Kunden nicht zwingend merken müssen, dass hier eine neue Gesellschaft tätig ist. Wenn auch die Geschäftsräume beibehalten werden, ändert sich lediglich die Handelsregister-Eintragung- also die HRB-Nr.

2.  Wie funktioniert das?

  • Alles, was zur Fortführung benötigt wird, wird von der alten Gesellschaft auf die neue übertragen: Die Kundenbeziehungen, das Know-how, die Mitarbeiter sowie das Anlagen- und Umlagevermögen. Dafür hat sich der Begriff Asset-deal eingebürgert.
  • Der Clou der Auffang-Gesellschaft ist sicherlich die Tatsache, dass die Verbindlichkeiten nicht übernommen werden. Diese bleiben in der Alt-Gesellschaft zurück und müssen dort natürlich geregelt werden, im Regelfall durch einen Forderungs-Vergleich, und wenn dies nicht funktioniert durch eine Insolvenz.

3.  Gibt es Zulässigkeitsgrenzen?

  • Befindet sich das Unternehmen in der Liquiditätskrise, gibt es tatsächlich Zulässigkeitsgrenzen, weil durch die Übertragung auf eine Fortführungs-Gesellschaft die Gläubiger nicht benachteiligt werden dürfen.
  • Das bedeutet aber nicht, dass die Auffang-Gesellschaft in dieser Situation nicht zulässig wäre, sondern es stellt lediglich bestimmte Anforderungen an die Vertragsgestaltung. Das Problem ist immer lösbar, nur der Weg hängt natürlich von den konkreten Gegebenheiten des Unternehmens ab.

4.  Welche Vorteile bringt die Auffang-Gesellschaft?

  • Die Fortführungs-Gesellschaft ist ein typisches Instrument des Krisen-Managements. Sie ermöglicht eine sofortige  Zäsur und die Abkoppelung des zukünftigen Geschäftes von den belastenden Verbindlichkeiten.
  • Damit wird ein vollständiger Neubeginn möglich, einschliesslich der Aufnahme neuen Kapitals, da die Alt-Schulden auf die Fortsetzung nicht durchschlagen können.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt darin, dass die Alt-Verbindlichkeiten in aller Ruhe verhandelt werden können. Insbesondere können die Gläubiger keinen Druck ausüben, zumindest nicht im Hinblick auf die Fortführung der Geschäftstätigkeit.
  • Der grösste Vorteil liegt sicherlich darin, dass auch eine Insolvenz des Alt-Unternehmens ohne Schaden überstanden werden kann, da das eigentliche operative Geschäft von der Insolvenz nicht erfasst wird.

5.  Fazit

Die Initiierung einer Fortführungs- oder Auffang-Gesellschaft erfordert zwar einen gewissen rechtstechnischen Aufwand und die Betreuung durch einen erfahrenen Sanierer, bringt dann aber entscheidende Vorteile und kann der Unternehmer-Familie ihre zukünftige Existenz erhalten.

Beispiele

Beispiele

In dieser Rubrik veröffentlichen wir in anonymisierter und stark verkürzter Form typische Beispiele aus dem Sanierungsalltag.