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Anregungen für die Bewältigung von Krisensituationen in kleinen Unternehmen
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    Die Liquiditäts-Krise: Insolvenz oder außergerichtliche Sanierung

    03.03.16 | Keine Kommentare

     

    Im Gegensatz zur Ertrags-Krise bedroht eine Liquiditäts-Krise die Existenz unmittelbar, weil sie immer Insolvenzgefahr auslöst. Eine Lösung muss deshalb auch die insolvenzrechtlichen Vorgaben berücksichtigen.  

    1. Die Entlastung

    Neben der operativen Restrukturierung ist dazu eine Entlastung von Verbindlichkeiten und Kosten erforderlich, die aber nur auf 2 Wegen möglich ist: durch eine Insolvenz oder durch einen außergerichtlichen Abfindungs-Vergleich mit allen Gläubigern. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung können beide Wege erfolgreich zur Sanierung genutzt werden, auch von kleineren Unternehmen. Gerne zeigen wir, wie das möglich ist.

     

    2. Der Abfindungs-Vergleich

    Allein aus rechtlichen Gründen müssen alle Gläubiger mitwirken, was über qualifizierte Verhandlungen erreicht wird.

    Die Voraussetzung: Wenn ein Forderungs-Verlust schon unvermeidlich ist, dann wird jeder Gläubiger einem kleinen Verlust dann zustimmen, wenn er damit einen großen vermeidet. Kann man also den Gläubigern nachweisen, dass ihr Forderungs-Verlust in der Insolvenz erheblich größer ist, dann werden sie einem außergerichtlichen Vergleich zustimmen.

    Unsere Funktion: Da der Schuldner diese Nachweise nicht selbst erbringen kann, führen wir die Verhandlungen, werden dabei als verantwortlicher Vermittler tätig und übernehmen gegenüber den Gläubigern eine entsprechende Verpflichtung. Wir analysieren und dokumentieren die Situation des Schuldners und initiieren auch einen Gläubiger-Ausschuss.

    Der Erfolg: Wir testieren nicht nur die Sanierungs-Fähigkeit des Schuldners, sondern ermitteln auch die voraussichtliche Insolvenz-Quote für gesicherte und ungesicherte Gläubiger und beweisen damit den Vorteil eines Vergleiches. Das zusätzliche Votum des Gläubiger-Ausschusses wird letzte Zweifel der Gläubiger beseitigen. 

     

    3. Die Insolvenz

    Seit der sog. ESUG-Reform in 2012 kann ein Unternehmen auch über die gerichtliche Insolvenz saniert und fortgeführt werden – auch durch den bisherigen Inhaber.

    Die Abwägung: Durch die Insolvenz wird das Unternehmen umfassend von Verbindlichkeiten und Kosten entlastet und zusätzlich werden die Gehälter über das Insolvenzgeld finanziert. Dem stehen aber hohe Verfahrens-Kosten, die Abhängigkeit von Gerichten und Verwaltern, ein langwieriges Verfahren und erhebliche Umsatz-Einbußen als Nachteile gegenüber. Deshalb ist ein außergerichtlicher Vergleich regelmäßig die bessere Lösung – vor allem für die Gläubiger – und die Insolvenz ist Plan B bei seinem Scheitern.

    Die Insolvenz-Sanierung: Da wir bereits das Konzept für die außergerichtliche Sanierung nach den Vorgaben für einen Insolvenzplan erstellen und auch einen Gläubiger-Ausschuss initiieren, können wir bei Scheitern der Verhandlungen die Insolvenz sofort einleiten und kurzfristig zu einem Erfolg führen – entweder über das Plan-Verfahren oder über einen Verkauf des Unternehmens – auch an den früheren Inhaber.

    Die Kombination: Deshalb schafft unser außergerichtliches Sanierungs-Verfahren die besten Voraussetzungen für eine Plan-Insolvenz, zumal wir die Reaktionen der Gläubiger kennen und damit Verwaltung und Gerichte von der Sanierungs-Fähigkeit und –Würdigkeit des Schuldners überzeugen können. In der Praxis ist die Insolvenz-Sanierung für kleinere Unternehmen nur durch eine detaillierte Vorbereitung möglich.

     

    4.  Die Finanzierung 

    Der Erfolg der außergerichtlichen wie auch der gerichtlichen Sanierung wird entscheidend von einer Finanzierung abhängen. 

    Neues Kapital: Ein von den Alt-Lasten weitgehend befreites Unternehmen ist wieder finanzierungsfähig, weil es ausreichende Erträge erwirtschaftet, die Investoren werthaltig absichern kann und das Investment erst nach dem erfolgreichen Abschluss der Sanierung erfolgt. 

    Die Vermittlung: Aufgrund unserer langjährigen Tätigkeit als Sanierer verfügen wir über ein Netzwerk von Unternehmern und Investoren, die an Sanierungsfällen interessiert sind. Deshalb können wir unternehmerische oder strategische Beteiligungen ebenso vermitteln wie Komplett-Übernahmen. 

     

    Fazit: Es ist ungleich effektiver, die aufgelaufenen Alt-Schulden über einen Vergleich aus den zukünftigen Umsätzen ganz oder zumindest teilweise zu tilgen, als das Betriebs-Vermögen durch die Insolvenz zu verwerten.

     

     

     

     

     

     

     

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    Der Schutzschirm

    22.01.16 | Keine Kommentare

    Kann ein Unternehmen seine Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nicht mehr bezahlen, braucht es Zeit und eine vorübergehende Entlastung von seinen Zahlungs-Verpflichtungen. Ein solcher Schutzschirm ist seit einigen Jahren bereits im Insolvenzrecht geregelt, erfordert aber die Einleitung eines Insolvenz-Verfahrens, was u.a. zu erheblichen Umsatz-Einbußen führt.

    Für ein erfolgreiches Schutzschirm-Verfahren erbringen wir alle erforderlichen Leistungen: verantwortliche Vermittlung und Controlling nach insolvenzrechtlichen Vorgaben, Einsetzung eines Gläubiger-Ausschusses, Wahrung der Gläubigerrechte, Vermittlung einer Finanzierung, Verhandlung mit den Gläubigern oder einer Insolvenz-Verwaltung.

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    Vermeidung einer Insolvenz

    15.01.16 | Keine Kommentare

    Die Praxis der Insolvenz hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert, was einem betroffenen Unternehmer in der Krise entscheidende Vorteile bringen kann. Auch die Gläubiger haben akzeptiert, dass ihre Forderungen in einem Insolvenz-Verfahren kaum durchsetzbar sind. Das gibt einem Schuldner auch in der größten Krise die Chance zur Vermeidung einer Insolvenz, die er so früh wie möglich nutzen sollte.

    Allerdings kann der Schuldner selbst den Gläubigern gegenüber die notwendigen Beweise nicht erbringen, da dazu ein unabhängiger Gutachter erforderlich ist. Deshalb übernehmen wir bei Liquiditäts-Krisen eine verantwortliche Vermittlungs-Funktion nach den Vorgaben des Insolvenzrechts und setzen damit langfristige Stundungen oder weitreichende Forderungs-Verzichte durch.

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    Sanierungs-Kapital

    11.07.11 | Keine Kommentare

    Unternehmer, die in eine Liquiditäts-Krise geraten sind, wünschen sich in erster Linie Sanierungs-Kapital, um das Problem zu überwinden. Dieser Wunsch wird in seiner einfachen Form als Sanierungs-Kredit niemals erfüllt.

    Nur durch unsere Verbindung von Alt-Lasten-Sanierung mit der Beschaffung neuer Finanzmittel kann die Liquiditätskrise eines kleinen treuhänderischen Unternehmens überwunden werden.

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    Der rechtsverbindliche aussergerichtliche Vergleich

    21.03.11 | Keine Kommentare

    Gerät ein Unternehmen in eine massive Liquiditätskrise, die immer mit Insolvenzgefahr verbunden ist, werden die Möglichkeiten eines Sanierungs-Vergleiches zur Vermeidung der Insolvenz nur selten konsequent genutzt. Dabei sind die Chancen für einen Sanierungs-Erfolg sehr gut.

    1. Die Sanierung:  Ein Unternehmen kann immer dann aus einer Insolvenz-Krise herausgeführt werden, wenn es aus seinen zukünftigen Erlösen im Vergleich zur Insolvenz-Quote deutlich höhere Tilgungszahlungen an die Gläubiger leisten kann. Bei einer durchschnittlichen Insolvenz-Quote von 5% sollte dies möglich sein.
    2. Der Abfindungs-Vergleich:  Bei einer massiven Insolvenz-Gefahr kann eine Insolvenz nur mit Zustimmung der Gläubiger durch Stundungen oder Forderungs-Verzichte vermieden werden. Der dazu erforderliche aussergerichtliche Vergleich muss rechtlichen Anforderungen genügen und von einer glaubwürdigen Stelle testiert werden.
    3. Die verbindliche Vermittlung:  Deshalb übernehmen wir die Funktion eines unabhängigen Vermittlers und begründen diese Verpflichtung durch Selbstbindungs-Erklärungen gegenüber sämtlichen Gläubigern. Damit wird aus der Sanierung eine rechtsverbindliche Sanierung, bei der die Rechte der Gläubiger berücksichtigt werden.
    4. Die Überzeugung:  Wir erhalten umfassenden Einblick in die Situation des Unternehmens und können aufgrund dieser Daten gegenüber den Gläubigern die notwendigen Beweise erbringen, um den Gläubigern die Notwendigkeit einer Sanierung sowie ihre Besserstellung gegenüber einer Insolvenz überzeugend zu belegen.
    5. Das Moratorium:  Da für die Erstellung der Konzepte und Testate sowie für die notwendigen Vergleichsverhandlungen ein Zeitraum von 2 - 3 Monaten erforderlich ist, vereinbaren wir als ersten Schritt eine Moratoriums-Phase, die das Unternehmen sofort vom Inkasso-Druck der Gläubiger entlastet und eine mögliche Insolvenz-Antragspflicht rechtswirksam aufhebt.
    6. Sanierungs-Alternativen:  Ist ein aussergerichtlicher Vergleich nicht möglich, entwickeln wir alternative Lösungen, wie die Fortführung über eine Auffang-Gesellschaft oder auch den NeuStart über eine Insolvenz.

    Fazit: Der rechtsverbindliche aussergerichtliche Vergleich ist eine reale Chance, um ein Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren und alle Beteiligten besserzustellen. Durch ein unabhängiges Controlling kann innerhalb von kurzer Zeit mit Zustimmung der Gläubiger die Insolvenz-Gefahr beseitigt werden. Kommt eine Sanierungs-Lösung nicht zustande, verursacht dies für keinen der Betroffenen Nachteile und eine Insolvenz ist dann definitiv unvermeidlich geworden.

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    Die Auffang-Gesellschaft als Krisen-Instrument

    03.03.11 | Keine Kommentare

    1.  Was ist eine Auffang-Gesellschaft?

    2.  Wie funktioniert das?

    3.  Gibt es Zulässigkeitsgrenzen?

    4.  Welche Vorteile bringt die Auffang-Gesellschaft?

    5.  Fazit

    Die Initiierung einer Fortführungs- oder Auffang-Gesellschaft erfordert zwar einen gewissen rechtstechnischen Aufwand und die Betreuung durch einen erfahrenen Sanierer, bringt dann aber entscheidende Vorteile und kann der Unternehmer-Familie ihre zukünftige Existenz erhalten.

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    Beispiele

    26.02.08 | Keine Kommentare

    In dieser Rubrik veröffentlichen wir in anonymisierter und stark verkürzter Form typische Beispiele aus dem Sanierungsalltag.